Bewusstseinsorientierte Arbeit mit Körper, Geist und Sexualität

Philosophie

Begegnung Der Grundsatz unserer gemeinsamen Suche sind Respekt, Achtsamkeit und Offenheit. Im Mittelpunkt stehst Du und Dein Anliegen, die Form unseres Miteinanders besprechen wir gemeinsam.  Ich will Dir begegnen und vertraue auf Deine Selbstverantwortlichkeit, Dein eigenes Lernen maßgeblich mitzugestalten. Es liegt bei Dir, mit Deinen Fragen, Wünschen und Interessen unsere Coaching- und Körperarbeit-Sessions zu inspirieren. Ob Du ganz konkrete Fragen und Interessen hast oder Dich auf ein forschendes Experiment einlassen willst, das Dich, Deine Körper- und Selbstwahrnehmung fordert: Wir legen gemeinsam den Rahmen fest und lassen zugleich genügend Freiraum, um spontanen Impulsen zu folgen.

Unsere gemeinsame Arbeit kann spielerisch, lustvoll und leicht sein, aber genauso lehrreich, herausfordernd und konfrontativ. Ich erkunde mit Dir Dein Wesen, Deine Welt, Deine Sexualität und Deine eingebrachten Themen und unterstütze Dich darin, Deine Imaginationskraft, Deine kreative Gestaltungskraft und sexuelle Lebensenergie weiterzuentwickeln. Vertrauen und Ehrlichkeit ist hier auf beiden Seiten unbedingte Voraussetzung, kann aber auch das eigentliche Lernziel sein.

Erleben + Lernen Unsere gemeinsame Arbeit kann ganz unterschiedliche Formen annehmen und sich auch im Laufe der Zeit immer wieder verändern, falls Du Dich auf eine langfristigere Entwicklung einlassen willst. Du kannst Deinen Alltag für die Dauer einer Session bei Seite lassen, das Gelernte aber auch mit tieferem Verständnis für Zusammenhänge integrieren. Gerne möchte ich mit Dir beide Seiten des Seins – Vertiefung und Leichtigkeit – erforschen.

Ein Fokus unserer Arbeit kann das Erleben selbst sein. Das Ausleben, Fühlen, Hineintauchen und spielerische Experimentieren ist eine Qualität an sich, die uns oft aus unterschiedlichen Gründen verwehrt bleibt und erst gelernt sein will. Der Fokus des Lernens stellt die Freude am Neuen und Unbekannten in den Mittelpunkt. Hier liegt das Potenzial Deines persönliches Wachstum verborgen. Du kannst konkrete und praktische Interessen einbringen oder mich fragen, was Du Du schon immer wissen wolltest. Wir können in das vertiefen, was schon da ist, schauen, was gerade bei Dir ansteht und entdeckt werden will und wo Deine Potenziale liegen.

Unser Körper ist der Träger unserer Selbst, als Medium und Kommunikationsmittel vermittelt er zwischen Innen und Außen, Denken und Fühlen, Fleisch und Geist. Mehr in uns und unseren Körper zu kommen, unsere Impulse und Bedürfnisse wahrzunehmen und in uns präsent und lebendig zu sein, ist die Grundlage für ein erfülltes und selbstbestimmtes (Sex-)Leben. Der Körper verinnerlicht all unsere Erfahrungen, unser Denken und Handeln, die sich im Laufe unseres Lebens zu Mustern und Gewohnheiten ausbilden. Nicht nur familiäre und andere biographische Einflüsse, sondern auch gesellschaftliche Werte und Normen sowie kollektive Traumata sind tief in unserer Identität verankert. Unser physischer, emotionaler und mentaler Körper bilden eine untrennbare Einheit, die respektiert und gelebt werden will. Die Arbeit mit dem Körper und somit auch unseren ureigensten Ausdrucksmitteln wie Atem, Stimme und Bewegung, aber auch ganz konkret mit unserer Haut oder unseren Genitalien, hilft uns, uns selbst zu regulieren, von Grenzen freizumachen und die Grenzenlosigkeit unseres Seins auch über den Körper hinaus zu erfahren.

Sexualität ist ein Bedürfnis, Ausdruck und Streben, das nicht erst mit einem Gegenüber beginnt. Sexualität ist nicht nur das, was wir tun, sondern vor allem das, was wir sind, wenn wir uns in einem ganzheitlichen Verständnis als geschlechtliches Wesen begreifen – welche Formen von Sexualität wir momentan auch immer ausleben mögen oder welchem Geschlecht wir uns zugehörig fühlen. Unser geschlechtlicher Körper beeinflusst unser Fühlen und Sehnen. Unsere Familie, Freunde und soziale wie gesellschaftliche Realität prägt widerum, wie wir uns als körperliches und geschlechtliches Wesen wahrnehmen und verwirklichen können. Von Anbeginn unseres Lebens wird unser Sein durch Beziehungen geprägt und beeinflusst, wie wir uns in unserem Lebensraum bewegen und positionieren. Sexualität als Beziehungsbegriff schließt unsere ganze Welt mit ein und fordert uns auf, uns bewusst mit ihr in Beziehung zu setzen, um unserem Sein Lebendigkeit und Verbundenheit zu geben und Verantwortung zu leben.

Schon das Üben von Selbstliebe, der Erregung und Sinnlichkeit an sich selbst, ist ein wichtiger Schritt, um echtes Selbst-Bewusstsein zu entwickeln und sich auf ein Gegenüber einlassen zu können. Beim Sex mit einem bekannten oder unbekannten Partner können wir unserer Lust freien Lauf lassen, aber auch auf Ängste, Scham und Missverständnisse stoßen. Über die Muster unserer Erregung, sexuelle Techniken und Praktiken zur Verwöhnung und Steigerung unserer Empfindsamkeit aber auch unsere körperlichen, emotionalen und mentalen Potenziale gibt es viel zu erfahren. Oft bringen uns ehrliche Fragen schon auf den Weg zu einer offenen Antwort. Wenn wir unsere sexuellen Wünsche und Bedürfnisse nicht ausleben (können), schlägt sich unser Frust, unsere Traurigkeit oder Unerfülltheit oft auf unsere partnerschaftlichen aber auch sozialen Beziehungen und andere Lebensbereiche nieder. Die Verbindung zwischen Sex und Sexualität zu erkunden, macht uns vom eigentlichen Geschlechtsverkehr unabhängig, der dann wiederum freier erlebt werden kann.

Sex kann mehr sein als reines Vergnügen (auch wenn dies schon ein ziemlich guter Anfang ist). Das Erforschen deiner Sexualität ist eine Reise zu Deinen Fragen, Konflikten und Ängsten – und auch zu Deinen Träumen, Phantasien und Begierden. Sex ist der aufmerksame Sinn für Detail und Geste. Je mehr Du Deinen inneren Impulsen folgst und sie offenbarst, desto tiefer kannst Du Dich fallen lassen und desto klarer erkennst Du Dich selbst in aller Fülle und Ganzheit.

Unsere Sexualität ist ein so komplexes Wesen wie die Welt und wir selbst, denn sie ist ein Zwitterwesen aus Wunsch + Wirklichkeit, innerem Suchen und äußerem Sein, kindlicher Angst und heroischem Aufstand der Leidenschaften. Sexualität ist gleichbedeutend mit dem Menschsein, wenn wir dabei nicht nur von Sex sprechen, sondern von der Kommunikation zwischen und mit Körper, Geist und Welt. Je mehr wir von wertenden Kategorien Abstand nehmen, unserem eigenen Spüren achtsam folgen und uns mehr und mehr selbst vertrauen, desto unwichtiger wird die Unterscheidung zwischen „normalem“ Sex und anderen Spielarten wie Fetisch, zwischen Masturbation und Selbstliebe, zwischen Sexualität und Alltag oder auch einfach: Gut und Böse, Geilheit und Liebe. In einer bewussten Sexualität finden wir ein weites Feld, dass uns Wachstum auf allen Ebenen verspricht. Hier können wir uns annehmen, wie wir sind und damit spielen, wie wir gerne sein wollen, wir können alle Identitätsaspekte erforschen, die sich in uns auftun und dem lustvoll nachspüren, was wir uns sonst nicht trauen, was uns Angst bereitet oder uns vor uns selbst schämen lässt.

Das Erkennen, dass all unsere Empfindungen menschlich und immer Ausdruck eines tief verankerten Bedürfnisses sind, hilft uns, uns selbst anzunehmen und besser zu verstehen. Dass Stärke, Führung, Dominanz und Macht ebenso positive wie negative Qualitäten haben wie Hingabe, Durchlässigkeit, Demut und Schwäche eröffnet uns einen ganz neuen Blick auf unsere sexuellen und zwischenmenschlichen Möglichkeiten. Das lustvolle und bewusste Erkundung dieser Pole, aber auch all den Zwischentönen, macht uns frei und unabhängig. Angst, Schmerz und Scham zeigen sich in uns sowohl als psychische als auch physische Reaktion oder chronische Verankerung. Das Einüben von körperlicher wie geistiger Entspannung und Hingabe, aber auch Präsenz, Achtsamkeit und Tatkraft tragen dazu bei, außergewöhnliche und intensive Qualitäten in unser sinnliches Erleben integrieren zu können, ohne uns selbst Grenzen zu setzen und alten Erfahrungen anzuhaften. Bewusst gelebte Sexualität macht frei.

Sinnlichkeit macht uns zum lebendigen Menschen. Mit unseren Sinnen nehmen wir die Welt wahr und in uns auf, nehmen aber auch uns selbst wahr und treten in Kontakt mit anderen. Sinnlichkeit und damit auch Intimität zu lernen und zu leben macht das Leben intensiver, lässt uns Verbundenheit mit uns, unseren Mitmenschen und Welt erfahren und ist der Schlüssel zu einer leidenschaftlichen, bewussten und erfüllenden Sexualität.