Mai, 2019

24Mai(Mai 24)18:0026(Mai 26)18:00[:de]Innere Weite, weibliche Räume, Körperlandkarten: Genital-Meditation und vulvo-vaginales Mapping[:] Im Rahmen des offenen Frauenworkshopzyklus "Sexuelle Heilung: Weib sein, Leib sein" von Dipl. Psych. Annette Bertschi

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Details

[:de]In diesem Workshop für Frauen lernst du deine inneren Seelen- und Körperlandschaften kennen. Wir widmen uns ausführlich dem weiblichen Kraftzentrum – dem Becken- und Genitalraum – mit der Genital-Meditation und vulvo-vaginalem Mapping.

Mapping bedeutet, eine “Landkarte” zu erstellen, einen Raum oder eine Fläche zu erfassen. Durch bewusste, punktuelle Berührungen durch eine Partnerin, ähnlich der Akupressur und ausgehend von einem nicht erregten Zustand, kannst du detailliert deine Yoni entdecken. Mit bewusstem Spüren und fokussiertem Atmen unterstützt du selbst dein Erleben.

Neben dem sinnlichen Erspüren deines Körpers verbindet die Praxis der Genital- Meditation als auch des Mappings deine Genitalien mit der Nervenschaltzentrale deines Gehirns und verankert sie so sanft und nachhaltig in deinem Bewusstsein.

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Wir starten am Freitagabend und Samstag unsere Forschungsreise mit der Erkundung des äußeren Körpers und der Vulva. Wir nehmen uns Zeit, in unserem Körper anzukommen und die Genital-Meditation kennen zu lernen.

Du verbindest Dich mit deiner Atmung und deinem Becken, um präsent im Moment und Deinem Körper zu sein. In der Bewegung und der Ruhe öffnest du dich, deine Gedanken suchen Pause und deine Gefühle und Sinne kommen in Fluss. Langsam nähern wir uns der Achtsamkeit in der Berührung. Mit deiner Wahrnehmung bist du nah bei dir und in Kontakt zu deiner Partnerin. Gemeinsam schaffen wir eine besondere Atmosphäre, in der du bewusste Sinnlichkeit, Lust, Entspannung und alle Facetten des Fühlens in einem sicheren Rahmen genießen und erfahren kannst. Was will sich heute zeigen? Was will gespürt werden?

Die Genitalmeditation schafft einen absichtslosen sinnlichen Raum, jenseits des gewohnten Sexlebens. Als regelmäßige Praxis lehrt das Berührungsritual meditative Haltung, Präsenz und sinnliche Bewusstheit. Es erhöht die genitale Empfindungs- und Genussfähigkeit und schafft eine intensive Verbundenheit mit dem eigenen Körper. 

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Schließlich begeben wir uns am Sonntag auf die Reise weiter ins Innere deines Körpers: Wir vertiefen uns spielerisch und neugierig und doch achtsam und wertschätzend in die Quelle, den Ursprung, das heimische Nest, wie die Vulva und die Vagina als Yoni in Sanskrit auch genannt wird.

Nur wenige Frauen sind sich insbesondere des inneren Raums in ihnen bewusst, selbst wenn sie ein aktives Sexleben führen. Gestalt und Umfang des weiblichen Sexual- und Lustorgans, das in der Größe etwa dem Männlichen entspricht und in dem biologische Fortpflanzungsfunktionen und Lustprozesse faszinierend ineinandergreifen, sind über weite Teile der Gesellschaft kaum bekannt und in vielen Biologieschulbüchern nicht vollständig beschrieben. Zudem können kleinere oder größere emotionale und/oder körperliche Schmerzerfahrungen in der Sexualität, aber auch andere gespeicherte Emotionen und Erinnerungen dort gespeichert sein. Beispielsweise können der Geburtsvorgang oder Operationen sich als Taubheit, Spannungen, Blockaden, Narben oder Überempfindlichkeit verankern, die das sexuelle und emotionale Erleben, das Selbstbewusstsein und die Anbindung an die Lebenskraft beeinflussen.

Durch Berührung und Erforschung des inneren Raums außerhalb gewohnter Penetration ermöglicht dir das Yoni-Mapping, ein tieferes Gespür für deine Weiblichkeit, deinen Körper und deine Lust zu entwickeln. Das bewusste Hineinspüren in unbewusste Körperbereiche als auch Narbengewebe aktiviert diese Stellen, macht sie lebendig und deutlicher spürbar und kann Heilungsprozesse anstoßen. Du kannst dein Zentrum besser kennenlernen und dich mit ihm verbinden, was dein Körpergefühl aber auch dein sexuelles Erleben verbessert.

In diesem Workshop kannst du die Praxis des Genitalmappings einführend kennenlernen. Du hast ausführlich Zeit, mit einer Partnerin die Praxis sowohl als Gebende als auch als Empfangende zu erproben und somit auf beiden Seiten wertvolle Erfahrungen machen. Mit bewusstem Spüren und fokussiertem Atmen unterstützt Du selbst Dein Erleben, mit deiner Partnerin verständigst du dich im Dialog über deine Erfahrung.

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An allen Tagen ist Annette Bertschi von der Praxisgemeinschaft für Körperpsychotherapie Berlin Mitte unsere Gastgeberin und Begleitung. 

Ort: Gemeinschaftspraxis für Körperpsychotherapie kpt-mitte.de, Brunnenstr. 181, 3. Hof, 4. Etage, 10119 Berlin

Kosten: 250€

Frühbucher-Preis bis 21. April: 230€

Anmeldung und Information: post@enter-space.net / annette.bertschi@gmail.com

 

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Über den Zyklus:

 

Dieses Angebot ist für dich gedacht, wenn du im Umgang mit deinem Körper, deinem Frausein und deiner Sexualität nicht ganz so leicht und unbefangen bist, wie du es vielleicht gerne wärst, aber dennoch Lust auf Forschen und Veränderung hast. Und auch, wenn du dich einfach danach sehnst, deine Körperempfindungen zu verfeinern und deine sinnlich-sexuelle Energie noch selbstverständlicher und freier fließen zu lassen. Ist dir deine Lust überhaupt nicht selbstverständlich, bereitet dir die Sexualität mit dir selbst oder deiner*m Partner*in Schwierigkeiten oder gar Schmerzen? Fällt es dir schwer, dich in eine Gruppe zu begeben und dich zu zeigen? Auch, wenn dir Begriffe wie Orgasmusschwierigkeiten, Vaginismus oder Dyspareunie keine Fremdwörter sind, bietet dir die Gruppe einen sicheren Rahmen unter Gleichgesinnten zum Austausch.

Alle Workshops und Abende bieten Zeit für persönlichen Austausch, soweit du dich mitteilen möchtest. Für die somatische Arbeit gibt es immer einen anderen Schwerpunkt. Grundsätzlich werden wir einen Raum für Achtsamkeit, Langsamkeit und Sinnlichkeit schaffen, der immer den gesamten Körper, vertieftes Spüren, Entspannung und Lebendigkeit einlädt.

Wir wenden uns der eigenen sexuellen Lerngeschichte zu, sowie bestimmten Körperbereichen wie den Brüsten und dem Schoßraum. Uns beschäftigen Themen wie Kontakt, Grenze, Lust, Masturbation, sexuelle Phantasien und Wünsche.  Wir werden die Wahrnehmung und Empfindungsfähigkeit schulen und Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster beobachten, so dass sich das emotionale und körperliche Erleben Schritt für Schritt erweitern darf. Wir erlauben uns Sinnlichkeit, Lebendigkeit und Erregung, ebenso wie Unsicherheiten, Ängste und Vorbehalte. So werden wir Selbstbewusstsein und Lebenskraft stärken, um sich letztlich im eigenen Körper, der eigenen Geschlechtlichkeit und Vaginalität immer lustvoller zu Hause fühlen zu können.

Ein wichtiger Aspekt ist außerdem das Wahrnehmen, Erforschen und Kommunizieren von Impulsen, Grenzen und Öffnungen. Sowohl das Anerkennen von und Bestehen auf selbst gesetzte Grenzen als auch das Kommunizieren und Aushandeln von gemeinsamen Begegnungen und Bewegungen bedarf eines immer wieder neuen Spürens und Einübens, bei dem wir alle voneinander lernen können.

Im geschützten Frauenkreis entsteht ein Rahmen, in dem auch frühere schmerzhafte Erfahrungen und alte Wunden deutlicher spürbar und mitgeteilt werden können. Indem wir Gefühlen wie Angst, Scham, Wut, Schmerz und Trauer Raum geben, sie da sein lassen und ihren Hintergrund verstehen, kann besonders durch die gleichzeitige Chance für neue beglückende und lustvolle Erfahrungen mit dem eigenen Körper und im Kontakt mit anderen Frauen Heilung und Entfaltung geschehen.

Gut ist es, den ganzen Zyklus zu besuchen, um in einen Fluss neuer Erfahrungen zu kommen. Es ist aber auch möglich, die Workshops oder Abendveranstaltungen einzeln zu buchen. Es empfiehlt sich auch, Workshops zu bestimmten Themen mehrfach zu besuchen, um die Erfahrungen zu vertiefen. Sexuelles (Neu-)lernen braucht viel Übung!

 

Folgende Veranstaltungen finden 2019 statt:

Mein Ein und Alles: Körper – Sein und Köpergeschichte(n)
25.01.19 Fr. 18.00 – 22.00 und Sa. 26.01.19 11.00 – 20.00

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend
21.02.19 Do. 18.30 – 21.30

Die Brüste – Tor zur Lust der Frau (Annette Bertschi und Sandra Lindner)
15.03.19 Fr. 18.00 – 22.00 und Sa. 16.03.19 11.00 – 20.00

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend
11.04.2019 Do. 18.30 – 21.30

Innere Weite, weibliche Räume, Körperlandkarten: Genital-Meditation und vulvo-vaginales Mapping                      24.05.2019 Fr. 18.00 – 22.00, Sa. 25.05.2019 11.00 – 20.00, 26.05.2019, So 10.00 – 18.00

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend
27.06. 2019 Do. 18.30 – 21.30

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend
12.09.2019 Do. 18.30 – 21.30

Orgasmic Yoga – Verkörperte Selbstliebe und kreativ-sinnliche Masturbation
01.11.2019 Fr. 18.00 – 22.00, 2.11.2019 Sa. 11.00 – 20.00, 3.11.2019 So. 10.00 – 18.00

 

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Annette Bertschi ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, ausgebildet in körperorientierter Psychotherapie (Core energetic), Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie und Sexualtherapie. Sie bietet Einzel-, Paar- und Gruppentherapie und ist Dozentin und Supervisorin an der Berliner Fortbildungsakademie für Psychotherapie. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft gilt der spezialisierten Arbeit für Frauen zum Thema Weiblichkeit und Sexualität.

Informationen zu ihr und dem Seminarort findest du unter: www.kpt-mitte.de

Mareen Scholl: Als Somatic Sex Educator und Sexological Bodyworkerin begleitet Mareen in Einzelarbeit und Workshops Menschen darin, die eigene Sexualität zu erforschen und bewusster in Körper, Geist und Lust zu kommen. Als Ausbilderin des Instituts für Sexological Bodywork Berlin ist ihr daran gelegen, praktisch und bildend somatisches Lernen, Embodiment und sexuelle Kultur zu vermitteln und zu ermöglichen.

 

 

 

 

 

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Zeit

24 (Freitag) 18:00 - 26 (Sonntag) 18:00

Location

Gemeinschaftspraxis für Körperpsychotherapie

Brunnenstr. 181, 3. Hof, 4. Etage, 10119 Berlin

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